Alles, was du zur unmittelbaren Wettkampfvorbereitung wissen musst

Shownotes

In dieser Folge geht es um die unmittelbare Wettkampfvorbereitung: Was passiert in den letzten vier bis sechs Wochen vor dem Rennen, worauf kommt es im Tapering an und wie schaffst du es, dein Leistungsniveau am Wettkampftag wirklich abzurufen? Redakteurin Anna Bruder und Coach Björn Geesmann sprechen über Schlüsseleinheiten, Renn-Set-up, Verpflegung, mentale Sicherheit, typische Fehler in den letzten Tagen und den Abschied vom Perfektionismus. Damit du mit einem guten Plan, Ruhe und Selbstvertrauen an die Startlinie gehen kannst.

Kapitelübersicht:

00:00 – Einstieg: Die unmittelbare Wettkampfvorbereitung 01:35 – Die heiße Phase: Warum es jetzt ernst wird 03:10 – Was in den letzten Wochen physiologisch noch passiert 06:30 – Training und Rennen zusammenbringen 09:40 – Rennnähe im Training: Material, Verpflegung und Kopf 12:00 – Warum lange Einheiten vor allem mentale Sicherheit geben 15:00 – Unsicherheit vor dem Rennen: Was jetzt noch fehlt 18:20 – Skalierungsfrage: Wie gut vorbereitet fühlst du dich? 23:00 – Warum Perfektionismus im Triathlon nicht hilft 26:20 – Schlüsseleinheiten: Was sie wirklich leisten sollen 31:30 – Rennsetup: Was du jetzt noch ändern solltest – und was nicht 36:00 – Tapering: Wie viel Erholung braucht es vor dem Wettkampf? 39:30 – Aktive Erholung statt kompletter Ruhe 42:30 – Aktivierung in den letzten Tagen vor dem Rennen 45:10 – Ernährung in der Taper-Phase: „Fuel the work required“ 47:20 – Maranoia: Warum plötzlich alles zwickt 50:00 – Die letzten Tage: So zerstörst du dir nicht dein Rennen 52:00 – Expo, Sonne, Stress: typische Fehler vor dem Wettkampf 56:20 – Balance aus Race-Feeling und Ruhe finden 58:30 – Vorbelastung: Warum sie gut geplant sein muss 1:00:30 – Carboloading: kurz, gezielt und rechtzeitig 1:02:30 – Krank vor dem Rennen: Wann ein Start keine Option ist 1:04:30 – Zyklus, PMS und Wettkampfplanung 1:10:00 – Abschied vom Perfektionismus 1:11:30 – Schlussgedanke: So gut wie möglich statt perfekt


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Transkript anzeigen

00:00:11: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Power & Pace Triathlon Training.

00:00:15: Ich bin Anna Bruder, Redakteurin bei Triathlon Und mir gegenüber sitzt mein liebster Podcastpartner euer Coach Björn Gelsmann.

00:00:23: Hallo Björnn

00:00:24: Kompliment direkt zum Eingestieg das war toll.

00:00:26: Dankeschön

00:00:29: Vorwiegend mit dir Podcast auf, aber trotzdem

00:00:32: jetzt nicht mehr relativieren.

00:00:33: Nicht jetzt relativieren gerade das geht runter wie ölen jetzt nicht noch.

00:00:38: dann sagen Ach so übrigens du bist der einzige.

00:00:40: ne merkte es einfach so.

00:00:42: ja danke selektive Wahrnehmung.

00:00:44: ich möchte nur den ersten Satz gehört haben und für den rest interessiere Ich mich jetzt nicht meer rein ins thema.

00:00:52: Ich freue mich sehr auf die heutige Folge wahrscheinlich oder ich hoffe für euch, dass alle, die ihr hier zuhört, dass ihr das gerade ganz gut gebrauchen könnt.

00:01:00: Wir wollen nämlich über die unmittelbare Wettkampfvorbereitung sprechen so die großen Rennen in Deutschland.

00:01:07: Die stehen unmittelbar bevor in wenigen Wochen vielleicht sogar schon in wenigem Tagen und wir wollen es heute ein bisschen aufteilen in verschiedene zeitliche Abstände angefangen von ein paar Wochen vor dem Wettkampf, Taperphase und dann wenn es wirklich schon richtig richtig ernst wird.

00:01:28: Freue ich mich drauf?

00:01:30: Yes!

00:01:31: Ich würde gerne anfangen so mit dem was ich als die heiße Phase bezeichnen würde steht mir selbst jetzt gerade bevor und beim Blick in meinen Trainingsplan ja ist auf jeden Fall ein bisschen etwas bei mir passiert.

00:01:46: ich habe ein bisschen Gänsehaut bekommen und dachte so oh Okay, jetzt geht das richtig los.

00:01:52: Weil also Training wird einfach umfangreich intensiv spezifisch und man merkt dass es jetzt langsam ernst wird.

00:02:02: Würdest du das so unterschreiben?

00:02:05: Ja auf jeden Fall!

00:02:06: Also ich meine dafür braucht's wenig Expertise um unterschreifen zu können, wann ist dein Hauptwettkampf?

00:02:14: Mitte Juni

00:02:15: Mitte Juni, dass wir dann jetzt hier beim Hinblick auf den Mai wahrscheinlich so die mit umfangreichsten Tage abseits von Trainingslager und so weiter und sofort haben werden.

00:02:28: Gleichzeitig kommen immer Faktoren dazu, Nebenkriegs-Schauplätze wie das Wetter.

00:02:33: Das spielt nun mal einfach mit rein.

00:02:35: Dann kommen viele Feiertage hinzu.

00:02:36: Das würde ich nicht vergessen.

00:02:38: Das ist auch für viele Anlass, um ein bisschen mehr zu trainieren Und dann summiert sich das auf, unter all den genannten Voraussetzungen führt es dazu.

00:02:45: Dass das wahrscheinlich die schwungvollsten Wochen des Jahres sind, wenn man so möchte.

00:02:50: Absolut!

00:02:52: Man kann ja auch bei den Power-and-Pace-Plänen sagen dass sich die ersten Wochen nicht wesentlich unterscheidet ob der Wettkampf im Mitte Juni oder Anfang Juli ist.

00:03:03: aber jetzt diese letzten vier bis sechs Wochen davor da wird's eben doch spezifisch.

00:03:08: und deshalb... Die Frage, was macht diese Phase so entscheiden und welche physiologischen Anpassungen kann man da erwarten?

00:03:19: Sollts die nur physiologisch entscheidend machen oder darf ich auch noch ausweichen in einer Richtung.

00:03:23: Du

00:03:23: darfst ausweichern auf jeden Fall!

00:03:25: Weil also ich finde dass sie wirklich viele Facetten hat, in denen sich jetzt vielleicht der ein oder andere gleich wiederfindet.

00:03:31: Also erst mal müssen wir überlegen, was da passiert.

00:03:33: wenn wir es mal rein physiologische Trainings wissenschaftlich uns anschauen Dann sind wir ja in einer Situation, in der wir vorher einige Wochen und Monate trainiert haben.

00:03:42: Soweit so klar!

00:03:44: Sodass wir auch über diese Konstanz bestenfalls der letzten Wochen und Monate uns schon mal ein zackiges Leistungslevel sowieso schon einmal erarbeitet haben was im übrigen auch sehr wichtig ist das es mir immer wichtig zu betonen.

00:03:58: also Wir brauchen dieses Leistungslevel, all die Wochentraining vorher.

00:04:02: Die sind also extrem wichtig weil ohne die können wir dann auch in dieser heißen Phase nicht so performen wie wir da gerade performen wollen und deswegen ist das sicherlich natürlich eine sehr entscheidende Phase keine Frage.

00:04:17: gleichzeitig funktionieren aber auch entscheidend Phasen nur wenn ich vorher ne richtig solide Konstanz im Training gehabt habe.

00:04:24: So und warum das wichtig ist lässt sich relativ simpel physiologisch begründen, weil ich sag mal so.

00:04:30: Wir sind ja jetzt eigentlich schon fast auf unserem absoluten Peak der Leistungsfähigkeit.

00:04:38: Wir brauchen eigentlich nur zwei Sachen.

00:04:40: erstens wir wollen noch die letzten Prozentpunkte rauskitzeln, die uns irgendwie noch körperlich zur Verfügung stehen.

00:04:47: deswegen trainieren wir und dann wollen wir vor allen Dingen dafür sorgen dass wir diese Leistungsfähigkeit, die wir stand jetzt schon haben durch das Training in den nächsten Wochen auch richtig gut dann auf die Straße bekommen.

00:05:00: und das ist ja dadurch wird es da ja.

00:05:02: Wir sagen dann ja gerne so wie du es eben auch gesagt hast, dass es ja auch dann spezifisch wird was ja dann vielleicht sowas heißen mag wie du darfst gleich ergänzen aber Samstag an denen auf dem Trainingsplan steht, dass wir jetzt zweieinhalb Stunden Rad fahren um darauf dann nochmal anderthalb Stunden zu koppeln als Beispiel, was ja in der Hinsicht spezifisch ist.

00:05:24: Als dass das so ein Trainingstag ist, der sicherlich dem Rentag rein inhaltlich schon recht nahe kommt oder zu den Trainingstagen zählt die dem Rentak am nächsten kommen und das ist die Spezifität, die dabei entsteht.

00:05:37: Ich mache mal einen sehr pragmatischen Ansatz wenn wir jetzt eine Leistungsdiagnostik machen würden und wir hätten die gemacht Ende April dann würden wir wahrscheinlich feststellen, dass der Unterschied jetzt nicht riesig ist in unserer Leistungsfähigkeit.

00:05:55: Also deswegen sage ich das!

00:05:56: Wir reden hier von den letzten Prozentpunkten.

00:05:58: Das heißt die Hausaufgaben haben wir vorher schon gemacht um irgendwie auf ein richtig gutes Level zu kommen und das ist auch deswegen wichtig weil so physiologische Anpassungen brauchen auch einen Moment Zeit.

00:06:08: Die wirken jetzt nicht einfach nur von heute auf morgen oder so sondern sie haben teilweise Wochen- und Monate Anpassungszeitraum Und den müssen wir vorher mitgenommen haben, um dann Ende April schon ein richtig gutes Ergebnis erzeugt gehabt zu haben.

00:06:22: So und jetzt haben wir aber die Situation... Jetzt kommt der Mai und das Geile daran ist eigentlich dass wir diese Leistungsfähigkeit uns so richtig zur Nutze machen können.

00:06:30: also hätte ich dir jetzt angeboten letztes Jahr im November einen Trainingstag zu haben mit zweieinhalb Stunden Radfahren um anderthalb- stündigen Koppel auf?

00:06:37: Hättest du mir berechtigterweise in Vogel gezeigt und hättest gesagt warum um Gottes Willen soll ich das jetzt gerade machen?

00:06:42: da weiß ich nicht mal ob ich ankomme.

00:06:45: Heute gehst du aber hin und denkst dir okay, alles klar cool.

00:06:49: Das wird ein spannender Tag.

00:06:51: da muss ich auch alles beisammen haben also muss mich gut ernähren sollte irgendwie dafür ein bisschen Ruhe haben auch und so weiter und sofort sollte mich danach gut erholen können sollte gut in den tag starten Alles was man halt zu brauchen an einem tag zu performen Und dann können wir diese besonderen Trainingswochen durchaus mitnehmen.

00:07:11: wie gesagt für die letzten Prozentpunkte.

00:07:12: das ist aber ganz oft so also dass so meine Erfahrungen ganz oft viel mehr diese gefühlte Wahrheit, ne?

00:07:18: Also dieses Gefühl.

00:07:20: Alles klar okay.

00:07:21: ich habe da jetzt noch mal was rausgekitzelt vielleicht sogar auch hier heute nochmal etwas heraus gekitzelt Was jetzt am Ende für den Rennentag total wichtig ist was aber physiologisch vielleicht gar nicht so das es dann nicht unbedingt greifbar.

00:07:33: Das ist aber auch total ok.

00:07:35: und Der zweite Punkt, den ich eben angesprochen habe, den finde ich extrem wichtig dieses auf die Straße bringen.

00:07:43: Was sich eigentlich damit meistens immer meine ist auch so ein Stück weit die ich sage mal Lücke zu schließen zwischen Training und Rennen machen.

00:07:53: Ich mache ein Beispiel wenn wir jetzt im Januar sind Dann haben wir vielleicht schon ein bisschen trainiert.

00:07:59: Wir haben noch fünf Monate Zeit bis zu unserem Hauptwettkampf, wir trainieren um jetzt mal irgendwas zu sagen zwölf Stunden in der Woche im guten Durchschnitt und Haben unseren hauptwett kampf anstehen wollen eine langen gestanz machen als beispiel so dann ist die situation wird trainieren indoor Wir sehen wenig tageslicht wir laufen im kalten also indoor vielleicht beim radfahren wir laufen dem kalten wir schwimmen ausschließlich im becken Und dieses ganze Setting führt ja dazu, dass wir gerade eigentlich von unserem eigentlichen Hauptwettkampf nicht weiter entfernt sein könnten als wir das da gerade sind.

00:08:37: Also die größte Unsicherheit...

00:08:37: Ja, das ist also die Zeit wo man so vor sich hin trainiert einfach und es noch ganz weit auch im Kopf entfernt ist.

00:08:44: Genau!

00:08:45: Und gleichzeitig auch die Zeit, wo ich am häufigsten immer feststelle, dass so eine Unsicherkeit dadurch zum Beispiel nicht kleiner wird.

00:08:51: Dass so ne Verknüpfung aus.

00:08:54: Diese klassische Frage der Klarheit, wo stehe ich denn eigentlich gerade?

00:08:58: Orientierung.

00:08:59: Wo steh' ich grade im Training?

00:09:00: Was muss ich noch tun um?

00:09:02: Puh!

00:09:03: Gar nicht so einfach.

00:09:04: Also liegt in der Natur der Sache.

00:09:06: Ich kann mich im Januar prognostizieren was ich jetzt exakt noch tun muss Mitte Mai um dann race ready zu sein sage ich mal sondern ich kann eigentlich nur von Tag zu Tag vom Trainingsblock zum Trainingsblog von Woche zu Woche gucken und muss diesen Progression Schritt für Schritt mitgehen.

00:09:20: das ist ganz normal.

00:09:21: aber das ist ja nicht unbedingt was wir so immer gerne erleben.

00:09:25: Wir wollen lieber gerne wissen, okay alles klar ich bin jetzt hier bei seventy acht Prozent.

00:09:31: das hilft mir schon mal für die Einordnung.

00:09:32: Ich muss noch auf fünf neunzig kommen und dann kann ich ein gutes Rennen machen und dafür muss ich dieses und das in jenes tun.

00:09:38: Und Jetzt gerade haben wir eine ganz tolle Möglichkeit weil wir ja eben schon so leistungsfähig sind quasi mindestens auf dem Papier wie wir das am Renntag sein wollen dass wir jetzt die Lücke gut schließen können.

00:09:49: Und da gehören ja und deswegen habe ich dich eben gefragt, auf welcher eben nicht das einordnen darf.

00:09:54: Gehören ja extrem viele Faktoren hinzu die alle am Ende wichtig sind um diese Textbildschere aus Training und Rennen zu schließen.

00:10:04: also Beispiel rein Trainingstechnisch Das ist dann der Moment wo ich das erste mal einen Koppelauf mache der länger ist als eine Stunde oder länger ist als anderthalb Stunden, weiß ich nicht.

00:10:15: Das ist dann der Moment wo vielleicht das erste Mal einen zwei-Stunden-Laufmacher... ...das ist dann den Moment wo ich vielleicht das Erste mal vier Stunden oder mehr Rad fahre.

00:10:23: Sowas in der Art!

00:10:23: Ich glaube das kennen wir alle so diese klassischen Einheiten wo wir auf ein Trainingsplan gucken ähnlich wie du es eben beschrieben hast und dann sagen ah ja ok alles klar habe ich verstanden es ist jetzt ernst ich freue mich drauf ne?

00:10:37: Und da ist schon jeder Tag übertrieben gesagt.

00:10:40: jetzt aber jeder tag ist ein halber renntag so ungefähr das ist ja schon.

00:10:44: da habe ich manchmal auch vier fünf stunden training draufstehen und das ist das trainingstechnische.

00:10:48: gleichzeitig könnten wir jetzt das ganze übertragen aufs materialechnische aufs organisatorische.

00:10:55: das sind die tage an denen wir dann vielleicht auch mal im renn set ab unterwegs sind bleiben.

00:11:03: dann sprach die machen nicht renn setup sondern renn sedup.

00:11:08: Geht auch, wenn wir auf Deutsch bleiben wollen.

00:11:12: Und sind dann ja im Renn-Setup unterwegs als dass wir vielleicht gerade hingehen und sagen okay hey den Rennhelmen, den habe ich seit einem Dreiviertel gar nicht mehr aufgehabt werde ich nochmal hervorholen ob der noch so gut passt?

00:11:24: Vielleicht ziehe ich den Einteiler mal an weil ich wissen will kann ich den Koppelauf auch im Einteilern machen und sollte ich dem Einteiller schonmal wieder ein kleines bisschen dafür in die Länge ziehen quasi nachdem der jetzt dreimal gewaschen worden ist.

00:11:34: So!

00:11:35: Dann gehe ich vielleicht auch hin und überlege mir ok Renn-Setup heißt halt auch, ich füll meine Getränkeflaschen oder meine Flaschen am Rad so.

00:11:43: Dass sich schon mal die Wettkampfverpflegung nochmal einmal wieder getestet habe um mich noch mal daran zu erinnern wo sollten jetzt nochmal die Kohlenhydrate rein?

00:11:49: Wo kommt das Wasser rein und wo lege ich meine Koffeintablette hin?

00:11:52: So!

00:11:53: Und jetzt geht es weiter, ne?

00:11:54: Das ist dann Orga.

00:11:55: Dann können wir über Ernährungen sprechen usw.

00:11:58: Und ein entscheidender Punkt über den wir zwar selten sprechen aber der extrem viel in allen Bereichen mitwirkt ist das mentale.

00:12:06: Also die klassische Diskussion, die häufigste Frage eines Langdistanztree-Atleten in der Vorbereitung ist immer wann kommen die langen Läufe?

00:12:20: Wann kommen die lange Radeinheiten.

00:12:23: Wann kommt die lange Koppelläufe.

00:12:27: Niemand definiert was lang ist.

00:12:29: keiner weiß warum er das brauchen sollte.

00:12:33: irgendwie haben aber allen Bedürfnis danach.

00:12:36: Das liegt auf der Hand, das ist ganz normal.

00:12:39: Weil es halt extrem viel mit Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und all den Dingen zu tun hat.

00:12:45: Und deswegen haben diese Einheiten auch ihren Platz im Trainingsplan was ich nur nochmal wiederholen kann.

00:12:52: physiologisch Ja, weiß nicht ob der anderthalbstündige koppelaufs ich gerade physiologisch von dem zweistündigen Koppellauf unterscheidet.

00:13:00: Also da kann man nicht drei Wochen später eine Diagnostik machen und sagen, ah guck mal hier die letzten zehn prozent Die habe ich rausgekitzelt weil dabei eine halbe Stunde länger gelaufen.

00:13:08: so ist es nicht.

00:13:09: aber für den Kopf fürs mentale Ist vielleicht gerade extrem wichtig zu sagen okay je länger mein koppelauf gewesen ist jetzt in form von vielleicht anderthalb oder zwei stunden desto eher gewinne ich ja für mich die selbstsicherheit dass sich sagen kann okay wenn ich das geschafft habe und da ein gutes gefühlbar hatte und festgestellt hab, ich kann mich dabei gut ernähren.

00:13:30: Ich kann auch.

00:13:31: in der letzten halben stunde des laufs gehe ich noch nicht auf den zahnfleisch verpflegung klappt gut es scheuert nix ich lauf keine blasen und so weiter und sofort.

00:13:39: ich habe vorher gut auf dem rad gesessen ich habe die transition gut hingekriegt also quasi vom rad fahren zu laufen Dann steigt natürlich sinngemäß mit jeder Minute in der ich das bestätigt bekomme auch meine Sicherheit, dass es im Rennen dann auch schon gut klappen wird.

00:13:52: Und das ist ein extrem wichtiger Punkt und den können wir häufig gar nicht unbedingt greifen.

00:13:57: Im Triathlon weil alleine die Komplexität so groß ist, dass man das jetzt nicht auf einzelne Punkte exakt ausloten kann.

00:14:06: aber das ist halt eine Sache wie ich finde extrem wichtig ist um am Ende dann auch ein gutes Gefühl dafür zu bekommen Ich sage das ganz oft so, dass ich ein großer Fan davon bin.

00:14:17: Dass man sich auch das Selbstvertrauen sehr häufig im Training holen kann.

00:14:23: Ich muss nicht extrem positive Ergebnisse in Vorbereitungswettkämpfen über die olympische Distanz haben weil ganz ehrlich eine olympische Distanz und ist manchmal weiter weg von einer langen Distanz als es einen langer Trainingstag sein könnte zum Beispiel.

00:14:41: Und deswegen trägt dieses Training gerade in dieser jetzigen heißen Phase halt auch extrem dazu bei, dass wir uns eben diese Sicherheit auch ein Stückchen holen wollen und selbst Vertrauen tanken wollen.

00:14:52: Und Sicherheit bekommen wollen und so.

00:14:54: Genau!

00:14:55: Ich hatte im Trainingslager ein paar Mal die Situation das ich meinen Training Peaks geöffnet habe und dann wurde da angezeigt noch acht Wochen bis zum Wettkampf, dann noch sieben und noch sechs und so... Also ich hab gemerkt wie ich wirklich einen bisschen Harnik wäre jetzt zu viel gesagt, aber schon doll nervös geworden bin.

00:15:14: Weil ich dachte ach du Scheiße es ist noch super wenig Zeit und Ich muss noch das und dass und das machen und also ich könnte Jetzt keine langen Distanz machen und so.

00:15:25: und dann hat Nils liebe Grüße an der stelle gesagt Ach das ist noch ganz viel zeit da kann auch richtig viel passieren.

00:15:33: Deshalb also das hat mich jetzt ein bisschen verunsichert wenn Du sagst dass da physiologisch nichts mehr passiert.

00:15:39: Also vielleicht stimmt Es Weil was mir halt noch fehlt ist zum Beispiel eine Fahrt auf dem Triathlon Rad, das werde ich ab jetzt tun.

00:15:46: Das biomechanisch also sorry nur weil ich gerade ein hake aber dass wird deine vz max nicht vergrößern braucht es aber auch nicht.

00:15:54: dies garantiert groß genug.

00:15:55: du musst jetzt dafür sorgen dass die vz Max auf dem triathlonrad genauso gut sich entfaltet wie aufm rennerad.

00:16:00: super und das ist aber zur erklärung das ist dann aber nicht da geht's nicht darum jetzt irgendwie dass du auf den triathlon rath jetzt nochmal Achtzehnmal vier mal sechs Minuten im eb-Bereich fahren muss damit die v zur max auf den dreherrad auch noch mit macht.

00:16:16: weil das ist im kern ist dass sie gleich wie auf dem rennrad auch.

00:16:19: Was sich jetzt halt ändert, ist ein bisschen die Sitzposition.

00:16:22: Klar wir haben eine etwas andere Winkelstellung und wir müssen jetzt ein bisschen dafür sorgen dass wir zum Beispiel die Muskulatur daran gewöhnen das sie in einem etwas anderen Kraft-Längenverhältnis arbeitet und kontrahiert.

00:16:32: Wir werden noch irgendwo ein bisschen halte Muskulaturen haben, die wir ein bisschen trainieren müssen.

00:16:36: Wir brauchen auch ein bisschen Flexibilität.

00:16:37: so gerade vielleicht hinteren, hintere Kette also alles was so hintere Oberschenkel usw.

00:16:42: angeht wird über die Zeitverposition sicherlich etwas mehr strapaziert werden als beim Rennrad.

00:16:47: Da müssen wir ein bisschen dran arbeiten.

00:16:49: und dann geht es nur um die Übertragung, aber nochmal würdest du jetzt eine Leistungsdiagnostik machen?

00:16:55: wäre deine VL-Zoll Max garantiert schon sehr gut?

00:16:58: Und die muss jetzt nur quasi auf der Straße ankommen.

00:17:02: da müssen wir für sorgen!

00:17:03: Das ist okay.

00:17:04: das ist ja eine Mischung aus Gewöhnung manchmal auch einfach, da braucht es dann gar nicht viel außer sich einfach dran zu gewöhnen.

00:17:11: Das ist dann ganz häufig die Frage wie oft hat man diesen Transfer schon gemacht?

00:17:16: In der Vergangenheit zum Beispiel?

00:17:18: also du fährst ja nicht das erste mal Zeitverrat sondern du fahrst nur das erste Mal.

00:17:21: diese Saisonzeit verraten schon eine himmelweite unterschied Genau.

00:17:25: und dann geht's ganz viel um die übertragung.

00:17:27: aber ich verstehe den punkt als dass gerade so ne vortreitende oder sinkende Wochenanzahl bis zum Hauptweltkampf.

00:17:38: Natürlich immer schwierig ist, wenn man nicht unbedingt den Kontext dafür hat was da jetzt eigentlich alles noch genau passieren soll und so.

00:17:46: Es hat dann auch ein ganz lustiger Switch stattgefunden.

00:17:49: ich habe so den ersten Koppellauf gemacht halbe Stunde also eigentlich nichts großes.

00:17:54: es hat sich absolut miserabel angefühlt und ich hab mich gefragt wie in Gottes Namen funktionieren dann.

00:18:02: Eine Woche später war wieder eine Koppel-Einheit mit Intensität auch nicht lang, aber schon mit Programm und so.

00:18:09: Ich habe mich extrem gut gefühlt und dachte so ja wohl ich kann am Sonntag das Rennen machen!

00:18:14: Cool wie so eine Gewöhnung funktioniert ne?

00:18:16: Ja genau.

00:18:17: Das ist halt wirklich so innerhalb von einer Woche.

00:18:21: Also es wird wahrscheinlich wieder so sein, dass sich die erste Fahrt auf den Triathlonrad gar nicht mal so gut anfühlt und mit der Nacken nach einer halben Stunde wehtut usw.

00:18:29: Und die zweite und dritte wird dann aber halt schon deutlich besser.

00:18:34: Exakt gut genauso!

00:18:36: Ich bitte dir folgendes Tool fürs nächste Mal an Wenn du jetzt an deinen Hauptwertkampf denkst Auf eine Skala von eins bis zehn Wie gut vorbereitet möchtest du da sein?

00:18:51: Also eins ist natürlich ganz wenig, zehn ist perfekt.

00:18:55: Na am liebsten zehn.

00:18:57: Mhm genau Logischer Antwort da wird jetzt keiner hängen und sagen auch so eine drei wäre mega Aber trotzdem ein kleines bisschen Persönlichkeitstypen abhängig.

00:19:06: ich kenne auch welche die sagen dann elf Das sind eher die.

00:19:10: also ein bisschen also ohne jetzt zu sehr in die Persönlichkeit Typen zu gehen aber das habe Ich auch.

00:19:14: manchmal finde ich auch immer sehr charmant.

00:19:18: Genau und wo stehst du jetzt gerade?

00:19:20: Auf einer Skala von eins bis zehn, wie gut vorbereitet bist du gerade?

00:19:25: Ich würde schon sagen eher so eine fünf.

00:19:27: Vielleicht sechs.

00:19:29: Was macht das mit dir, dass das jetzt grad ne fünf vielleicht ne sechs ist und du willst eigentlich zu zehn?

00:19:33: Es

00:19:35: fühlt sich nach nem großen Sprung an der danach zu gehen ist.

00:19:39: Ja was macht es mit dir der große Sprung?

00:19:42: Löst Unsicherheit aus.

00:19:44: Genau!

00:19:45: Und wenn wir jetzt mal sagen fünf hast du gesagt oder vielleicht sechs...was braucht es für dich um auf sechs Beziehungsweise vielleicht in die Richtung zu sieben zu kommen.

00:19:55: Was muss bis dahin passiert sein, um das dann so zu bewerten?

00:19:58: Ich muss mich gut auf dem Zeitfahrrad fühlen und dafür halt dann zwei drei vier mal drauf gefahren sein gerne auch länger und vielleicht mit Programm und so.

00:20:07: Wann machst du das?

00:20:08: Das mach ich morgen, das mache ich am Montag da hab' ich frei und also so dauert.

00:20:15: Wie fühlt dich das anzuwissen dass du das in den nächsten drei vier Tagen eigentlich schon hinbekommst um von fünf auf fast sieben Zukommen.

00:20:22: Gut Das ist jetzt nur noch ein bisschen wetterabhängig.

00:20:25: Okay, fair!

00:20:25: Wie der Wind mitspielt und so, genau.

00:20:27: Können

00:20:28: wir nicht ändern, liegt nicht in unserer Hand.

00:20:30: im Zweifelsfall machen was dann in der Woche danach wenn das Wetter dann besser ist?

00:20:33: Ja, dann kommt noch ein Trainingswochenende im Harz Dann bin ich mit Triathlonrad auch mal ein paar Anstiege gefahren, was sich sicherlich gebrauchen kann für Klagenfurt und... Super.

00:20:44: ...das ist gut.

00:20:45: So, und jetzt das was wir gerade gemacht haben Ist so ein klassisches also ehrlicherweise Ein Tool an dem ich mich gerne bediene, so Skalierungsfragen.

00:20:56: Weil die Schwierigkeit, die wir immer haben werden und das ist das was ich meine mit Textbildschere zwischen Training und Rennen ist wenn wir sagen grad is eher eine fünf und ich will aber zu neun.

00:21:07: So weil es dann echt weit und man kann halt auch nicht sagen naja was brauche ich denn um zumindest mal eine acht zu haben?

00:21:13: Immer noch weit!

00:21:14: Wenn ich aber sage was braucht's denn für ein mehr Dann ist es, du hast das gerade sofort bescheid.

00:21:20: Du hast angefangen aufzuzählen und wenn wir hier ein bisschen mehr Zeit hätten hätte ich dich noch ein bisschen weiter erzählen lassen.

00:21:25: weil du hast gesagt naja Ich muss zeitverrat fahren muss die position dahin übertragen habe ich dich gefragt was machst du?

00:21:30: Hast gesagt morgen übermorgen montag passt Super sehr gut so.

00:21:36: dann hat man sich das schon mal vor augen geführt dass Ja von fünf bis zehn ist vielleicht noch weit aber ganz ehrlich plus eins hab ich schon geschafft.

00:21:43: nach dem wochenende

00:21:45: super.

00:21:46: Und dann immer die Kunst dabei ist, ja auch immer hinzugehen und zu sagen okay was braucht's dafür?

00:21:53: Dann muss unbedingt die Anschlussfrage kommen.

00:21:55: Wann machst du das denn?

00:21:56: Weil wenn ich dir hier die Frage nicht gestellt hätte... ...und ich hätte gesagt, es ist schön dass du das noch aufs Zeitverrat übertragen willst.

00:22:04: Übrigens in sechs Wochen ist Klagen fuhrt.

00:22:09: Oh Gott!

00:22:09: Wann mache ich das denn jetzt?

00:22:10: Weil es ist ja schon in sechs wochen.

00:22:12: Und dann fängt man wieder so ein bisschen an zu wackeln Pädagogisch für mich nicht wertvoll, dich jetzt noch mal ins Wackeln zu bringen.

00:22:17: Weil ich sage klagen wurde es in sechs Wochen.

00:22:19: aber So funktioniert das dann total gut.

00:22:22: weil und das muss man sich immer vor Augen führen dass Funktioniert halt alles Schritt-für-Schritt-für schritt.

00:22:29: Noch nie ist jemand aus einer Trainingswoche rausgegangen und hat am Ende gesagt Ich bin jetzt von fünf auf neun gesprungen.

00:22:35: Das kann nicht passieren.

00:22:36: Ja das geht nicht.

00:22:37: dafür ist die sportart zu komplex.

00:22:40: so was aber funktionieren kann ist dass man sagt hey fünf.

00:22:43: Am Wochenende erarbeit ich mir die sechs.

00:22:46: Um auf die sieben zu kommen, muss sich noch Folgendes machen und das werde ich tun in den zwei anschließenden Wochen dann... ...und dann brauche ich noch das oder mich bei acht.

00:22:53: Und ganz ehrlich ob ich jetzt bei acht oder neun bin oder bei zehn ist ja eigentlich fast egal.

00:22:58: Zehn geht sowieso nicht!

00:22:59: Ja?

00:23:00: Also wenn normalerweise das erste was ich gesagt hätte lasst man nicht zehn machen weil zehn heißt immer das soll perfekt sein und Triathlon kann nicht perfekt sein.

00:23:07: so Perfektionismus ist im Triathlon wie im Leben eine bescheuerte Idee.

00:23:11: Das kann nicht funktionieren.

00:23:13: Ich sage immer wieder eines meiner Lieblingssätze, dass Perfektionismus pro Krastination erzeugt weil wenn ich irgendwas perfekt machen will dann fange es gar nicht an, weil perfekt in der Umsetzung nicht funktionierend kann.

00:23:26: das geht nicht.

00:23:28: Und deswegen gerne ein kleines bisschen tiefer, einigen wir uns auf neun und wie gesagt acht oder neun.

00:23:33: Ja dann kannst du jetzt noch sagen das habe ich auch schon oft erlebt gerade so in Rennwochen kann man immer nochmal plus zwei hinkriegen weil du gehst aus Trainings Wochen raus bis irgendwie müde fühlst dich nicht unbedingt so.

00:23:45: kommen wir gleich zu den Phasen Ja.

00:23:47: Aber dass es dir da schon total blenden geht und die Beine sich mega frisch anfühlen, ja dann kommt eine Woche Tapern und dann sieht das ganz anders aus ne?

00:23:55: Und dann kommt das auf einmal schon.

00:23:57: Also wie gesagt ist immer ein ganz nettes Hilfsmittel welches man nehmen kann um da so eine gewisse Klarheit einfach rein zu bekommen in die Schere zwischen wo stehe ich gerade und wo will ich bis zum Wettkampf noch hin und was muss ich dafür tun um das in kleinen Schritten zu absolvieren?

00:24:15: Ich würde auch sagen Die neuen.

00:24:17: und vielleicht geht es auch vielen so, die hier zuhören dass ich die neun erst erreiche.

00:24:21: Und aber dann einigermaßen einfach wenn auf meinem Wettkampfrad, wenn ich da neue Reifen drauf habe eine neue Kette eine... ...vierunddreißiger Kassette vielleicht noch muss ich nochmal gucken was sich da noch umschrauben muss.

00:24:36: Aber wenn das wenn der Setup halt so steht und dann dem Rennen irgendwie angepasst ist Weil das ist ja ein großer Teil der Vorbereitung.

00:24:44: Die neuen kann auch entstehen, wenn du sagst, ich war an dem Sonntagmorgen habe ich es noch mal geschafft in Ruhe auf Toilette gehen zu können und haben mir mein Neu angezogen ohne dass er gerissen ist jetzt ist das neun.

00:24:56: Ja

00:24:58: passt!

00:24:59: Also und das ist total fachbar?

00:25:00: Das ist

00:25:00: eine wichtige Voraussetzung.

00:25:01: Natürlich

00:25:02: ist das also zu hundert Prozent so und alleine irgendwie der Gang auf die Toiletten Immer irgendwie ein Ding morgens, dass wir das schon noch also zumindest ansatzweise hinkriegen wollen nicht verschlafen.

00:25:15: Irgendwie halbwegs was essen können dann nochmal gut auf Toilette gehen zu können und dann das Gefühl zu haben so okay als klar.

00:25:20: die Baustelle habe ich gerade schon mal irgendwie mehr oder weniger erledigt super perfekt.

00:25:24: Und wenn dann erst die neuen entsteht dann ist es total fein reicht es dicke aus.

00:25:28: aber die große kunst ist ja nicht Jetzt mit den zahlen zu jonglieren sondern gleichzeitig hinterzuschreiben was es denn dafür braucht.

00:25:36: um Also das heißt der jetzt grade Wenn du bist am Tag vor Klagen fuhrt nur bis zu einer Acht kommst oder vielleicht nur bis zur Nahr sieben, dann reicht es schon.

00:25:46: Dann ist das ja fein!

00:25:47: Weil von der Acht auf die Neuen komme ich dann morgens nach dem Stuhlgang.

00:25:50: Ich bleibe jetzt bei dem Beispiel.

00:25:50: Es ist also... Möge es sich noch so albern anhören aber wir alle wissen dass das halt ein riesen Thema ist und dass das auch für viele von uns ein Riesenthema ist.

00:25:59: Und dass das irgendwas ist was man vor so einem langen Tag schon gerne abgehakt haben wollen würde.

00:26:03: So zumindest mal in größeren Teilen und deswegen ist das super ne?

00:26:07: Und dann reden wir jetzt davon Du warst eben bei fünf bis eigentlich zehn.

00:26:11: Jetzt bist du schon bei acht am Tag vor dem Rennen und am Wochenende bist aber schon gesichert, bei sechs gewesen wenn das Wochenende rum ist.

00:26:17: Dann sind's noch zwei.

00:26:18: Rein gegangen sind wir mit fünf.

00:26:20: wie fühlt sich das an?

00:26:21: Ja es klingt machbar

00:26:23: Super Prima.

00:26:25: Ich würde gerne auch ein bisschen aufs Training eingehen auf das schöne Wort Schlüssel einhalten.

00:26:29: Es ist angeklungen dass die natürlich nichts bringen Wenn vorher wenn man vorher die Basis nicht gut gelegt hat.

00:26:35: Aber gehen wir mal davon aus dass das alle vorbildlich gemacht haben, die hier zuhören.

00:26:41: Was kennzeichnet das Training in dieser heißen Phase?

00:26:45: Also wie was bedeutet diese Spezifität?

00:26:49: Ich ist mal wahnsinnig unhöflich auf eine Frage, eine Gegenfrage zu stellen.

00:26:52: aber was würdest du denn mit einer Schlüsseleinheit verbinden aus Athletensicht?

00:26:57: ich würde damit verbinden also so Eine, die mir aus meiner ersten Langdistance-Vorbereitung in der Innerung geblieben ist.

00:27:04: Weil sie fantastisch lief und irgendwie so ... Wo ich dachte ja okay, man fühlt sich wahrscheinlich wenn man bereit ist für eine Langdistanzen.

00:27:12: Das war ne vierstündige Radausfahrt Ich glaube nur Grundlage ohne Programm Und ein anderthalb stündiger Koppelauf.

00:27:21: Da war bisschen Programm drin oder andersrum weiß ich nicht mehr genau Aber auf jeden Fall diese Kombination.

00:27:29: Also näher bin ich dem Wettkampf im Training nie gekommen.

00:27:33: Ja, und wenn du jetzt diese Einheit versetzt dich noch mal in die Lage?

00:27:37: Mach nochmal Augen zu!

00:27:39: Überleg mal wie sich das damals so angefühlt hat und so machst ein kleines bisschen Rückbetrachtung... Und jetzt nur für Dich!

00:27:47: Wozu war denn dieser Einheit für DICH gut?

00:27:53: Raus schließlich fürs Selbstvertrauen.

00:27:56: Prima!

00:27:57: Perfekt!

00:27:58: So, und das mit Schlüssel.

00:28:01: Mit Sicherheit sind in diesen fünf eineinhalb Stunden nicht meine V-Zwei Max gestiegen.

00:28:08: Auch nicht meine Laktatbildungsrate gesunken und auch hat sich meine Laufökonomie nicht verbessert oder so, aber ich habe die Verpflegung hinbekommen.

00:28:15: Ich hatte einfach ne lange Dauer und war da lange unterwegs Und immer noch wahnsinnig weit weg von ner langen Distanz Aber irgendwie so vom Gefühl dass man dachte ja anscheinend wird das dann irgendwie klappen.

00:28:28: Keine Ahnung wie

00:28:33: Ich meine, es war jetzt nicht geplant.

00:28:34: Aber das ist ja exakt genau das und genauso wird ich eine Schlüsseleinheit definieren.

00:28:38: Es gibt keinen... Es gibt keinen physiologischen Grund, warum wir die machen würden.

00:28:44: Außer dass wir uns vor Augen führen wollen ob wir das können ja oder nein.

00:28:47: aber ganz ehrlich, na klar kannst du das körperlich dafür hast du ja vorher lange genug drin.

00:28:51: Du wusstest es vielleicht selber nicht und du wusst es vor allen Dingen nicht wie sich das anfühlen wird.

00:28:55: Das ist klar!

00:28:56: Aber dass du das rumbringen kannst, das ist relativ offensichtlich gewesen wahrscheinlich schon zu dem Zeitpunkt weil irgendwer muss es dir auch aufgeschrieben haben der sich gedacht hat jo das kriegt die hin super Und deswegen ist das auch immer so in der Definition.

00:29:09: Also für mich ist der Schlüssel bleiben wir ein bisschen metaphorisch, aber er macht irgendeine Tür auf ne?

00:29:12: Der Schlüssel in dem Falle und der isst ja Schlüssel zum... Jetzt dürfen wir uns das aussuchen.

00:29:17: zum Erfolg.

00:29:18: vielleicht noch nicht okay soweit sind wir nicht Aber zu wahnsinnig viel Selbstsicherheit dass das was du eben gesagt hast und und das ist eigentlich das was eine Schlüsseleinheit tun soll Für mich.

00:29:27: also ich darf kann jetzt nur von meiner persönlichen Definition sprechen aber das sind und von solchen Einheiten Wenn wir uns jetzt überlegen, wie viele fallen dir davon ein aus?

00:29:36: wieviel Jahren Langdistancevorbereitung?

00:29:39: Jetzt das vierte Jahr.

00:29:40: Genau so.

00:29:41: und wenn du jetzt grob überschlagen müsstest.

00:29:43: Wie viel Schlüssel einhalten hast du in den vier Jahren gemacht?

00:29:46: also die sich so angefühlt haben wie du das beschrieben hast und so?

00:29:49: Also so richtig in Erinnerung ist mir nur diese eine vielleicht weil es vor der ersten Langdistanz halt war aber ja weiß ich nicht in jeder Vorbereitung halt wahrscheinlich eine, die so ähnlich war.

00:30:00: Aber im Prinzip hat er jedes Wochenende sowas Ähnliches

00:30:05: stattgefunden.".

00:30:07: Und wenn es jetzt acht oder zwölf sind oder fünfzehn in jeder einzelnen Langdistance Vorbereitung, dann ist immer noch ein Bruchteil deiner Gesamtreinungsanzahl, die du in den acht bis elf Monaten Vorbereitungszeit absolviert hast?

00:30:21: Also wirklich nur einen Bruchteil!

00:30:23: Ist ja nicht mal also sehr einstelliger Prozentbereich, wenn überhaupt.

00:30:27: und Trotzdem hat diese Einheit aber etwas sehr besonderes ausgelöst, was eine Einheit im November wahrscheinlich niemals hätte auslösen können.

00:30:35: Oder einer dem Januar oder irgendwas.

00:30:37: und genau deswegen finde ich ist das ne klassische Schlüssel-Einheit die auch genauso definieren würde wie du, die sorgt dafür dass da Sicherheit entsteht, dass ich das Gefühl habe jetzt ist hier die Tür aufgegangen vielleicht auch für die für das Gefühl oder die Erkenntnis das am Wettkampftag schaffen zu können zum Beispiel.

00:30:58: Das ist das Einzige, was die tun soll, finde ich.

00:31:01: Ich kann immer nur von meiner persönlichen Meinung und Erfahrung sprechen, aber das ist das, was sie tun soll.

00:31:05: Die soll dafür sorgen, dass man das Gefühl hat... ...dass man das packen kann, dass das Selbstvertrauen steigt usw.

00:31:12: Weshalb es natürlich extrem wichtig ist,... ...das so eine Einheit auch so geplant ist,... ..dass da keine negativen Erlebnisse entstehen zum Beispiel.

00:31:22: Das ist eines der Hauptgründe.... Warum ich zum Beispiel immer wahnsinnig hinterher bin, dass solche Schlüsseleinheiten eigentlich immer damit einhergehen müssen.

00:31:31: Dass sich die Ansatzweise so Versuche zu versorgen wie einen Rennen auch?

00:31:36: Weil wenn du jetzt die vier Stunden gefahren wärst und hättest drei Bananen gegessen auf dem Weg Und das wär's gewesen, dann können wir uns sehr sicher sein.

00:31:43: Dass dein Koppellauf für ein Arsch gewesen wäre.

00:31:45: Pardon my French!

00:31:48: Also ist energetisch nicht möglich dass daraus einen halbwegs vernünftigen Koppelauf entstehen soll sondern da entsteht irgendwas raus was eine absolute Schinderei wird die die schlecht versorgt ist und so weiter und sofort und aus der du nie im Leben rausgehen würdest und sagen würdest Mensch ich hab mir heute gezeigt dass sich vier Stunden Radfahren kann und anderthalb Stunden laufen kann auf drei Bananen.

00:32:10: Von der Erkenntnis haben wir nichts, wirklich gar nicht.

00:32:12: Und die wird auch sich garantiert nicht gut anfühlen und sie wird auch das Selbstvertrauen nicht steigern sondern eher senken.

00:32:18: Es sei denn man plant es genauso im Wettkampf zu machen.

00:32:20: aber das wollen wir nicht hoffen?

00:32:21: Na klar!

00:32:22: Also wenn man Speziell Lust hat auf Banalen zu setzen dann kann man das natürlich tun.

00:32:27: Aber ich befürchte dir dass wir da seit dreißig Jahren kein mehr geabt haben der das irgendwo im Triathlon so gemacht hat.

00:32:32: von daher genau super

00:32:35: Ja, genau.

00:32:35: Also es geht darum dem Wettkampf möglichst nah zu kommen in einem sinnvollen Maß und da gehört natürlich die Rennverpflegung dazu und auch das Setup.

00:32:44: was würdest du sagen ist so der Last Call um am Rennset-Up etwas zu verändern oder um eine Anpassung vorzunehmen?

00:32:54: Das ist ne gute Frage weil es extrem davon abhängt welche Konsequenz die Veränderungen hat.

00:33:00: und da würde ich immer ex deutlich unterscheiden in... Hat's ne Veränderung auf die Körperposition Oder nicht.

00:33:07: So, wenn ich jetzt anfange meine Sattelhöhe zu ändern mit einem neuen Satteln draufzuschrauben an das Cockpit auszutauschen weil ich kurz vor Schluss gedacht habe dass drei d gedruckte Cockpit vom Internet wird mich noch mal vier wat schneller machen.

00:33:21: dann sind das alles Veränderungen oder neuen Helm aufzusetzen zum Beispiel verändert auf jeden Fall die Körperposition.

00:33:30: Dann sind das alles Veränderungen bei denen ich sehr, sehr vorsichtig wäre und da ist der Last Call nicht im Zeitfenster der letzten vier Wochen.

00:33:39: Also die einzige Situation wo das vorkommt, das erleben wir natürlich leider manchmal auch, ist wenn man sich zu spät mit seiner Sitzposition auseinander gesetzt hat um dann Anfang Mai festzustellen dass die wirklich alles andere als gut ist.

00:33:53: Und dann kannst du natürlich ein Bike Fitting machen.

00:33:57: Ja, zu versuchen aus dem Regen zu kommen sage ich jetzt mal und diese bis dato schlechte Position zumindest okay gutzumachen.

00:34:04: So Schadensbegrenzung?

00:34:06: Genau so was wie Schadenz Begrenzung zu betreiben das ist dann ok genau.

00:34:11: aber also normalerweise würde ich sagen wenn dass die Position in irgendeiner Form beeinflusst dann wäre ich da wahnsinnig vorsichtig.

00:34:18: da bin ich auch gebe ich gerne zu hoch sensibel alleine deswegen weil das Im Profi-Sport eine Sache ist, die grausam manchmal gehandhabt wird.

00:34:28: Also liegt in der Natur der Sache.

00:34:29: aber dann gibt's ne Woche vorher noch einen neuen Sponsor.

00:34:32: Der ist jetzt gerade aufgesprungen weil er möchte beim Iron Man auf Hawaii auf jeden Fall nur mit aufs Trikot.

00:34:37: Das heißt an der Anzug muss nochmal neu gemacht werden Weil da muss ja noch ein Logo mit drauf gedruckt werden.

00:34:42: und dann kommt der Anzug an.

00:34:44: am Donnerstag und am Samstag es rennen Und man soll jetzt bewerten Ist der An Zug kann ich den im Rennen tragen?

00:34:49: Am samstag Ja oder Nein?

00:34:51: Und das, also das kriegt Gänsehaut wenn ich daran denke.

00:34:55: Weil... Also jeder der schon mal unterschiedliche Einteile angezogen hat, der weiß die sind selten, sind hier alle exakt gleich auch wenn da die gleiche Größe und so weiter drauf steht weil es ist einfach nicht so ein Massenfabrikat wie keine Ahnung irgendeinen Samba Sneaker oder sowas in der Art.

00:35:11: Das heißt wir haben immer mal so ein paar kleine möglichen Abweichungen drin Und wir wissen alle, dass bei einem Einteiler da ist halt auch eine kleinste Veränderung im Bereich der Hüfte führt dann dazu das er wieder ein bisschen anders sitzt.

00:35:23: Dass die Naht vielleicht woanders sitzt und so weiter und den Rest brauche ich gar nicht erzählen weil dann hat jeder vor Augen oder fühlt gerade was dann passieren kann und sowas.

00:35:32: Das sind halt alles so Dinge die würde ich... Genau, nicht unbedingt machen.

00:35:36: Wenn es jetzt darum geht dass man sagt weiß ich nicht hier noch mal einen anderen Flaschenhalter den baue ich jetzt hinten dran ja dann sollte ich halt zweimal getestet haben ob ich die Flasche immer noch greifen kann hinterm Sattel zum Beispiel Ja oder Nein.

00:35:51: aber da werde ich auch nicht jede Stunde achtzehn Mal hingreifen sodass ich irgendwann Angst habe muss das sich irgendwie was auch immer was für Probleme auslöse Dann muss ich dafür sorgen dass ich die Schrauben nochmal vernünftig angezogen habe und so weiter.

00:36:03: Auch dafür muss ich das ein bisschen Test fahren.

00:36:05: Das ist auch nicht unwichtig, ja genau aber das sind eigentlich vermeintliche Kleinigkeiten.

00:36:11: Aber ich sage mal so ganz grundsätzlich würde ich ehrlicherweise nicht den Grund sehen warum man in den letzten vier Wochen noch irgendwas dramatisches am Rennsetup verändert weil ich immer denke da sollte eigentlich es davor genug Zeit für gewesen.

00:36:25: also wie gesagt jetzt für den Profisportler und Sponsoren und so weiter ist das vielleicht ein bisschen was anders.

00:36:29: okay Ja, aber so größere Veränderungen brauchen wir da jetzt nicht unbedingt eingehen.

00:36:35: Das können wir alles vorher erledigen.

00:36:39: Sollen wir zur Taperphase kommen?

00:36:41: Gerne!

00:36:42: Die ist natürlich in diesen vier bis sechs Wochen vor dem Rennen auch irgendwie mit enthalten.

00:36:47: Aber ich glaube der Unterschied sollte klar geworden sein.

00:36:50: Was für einen Zeitraum würdest du veranschlagen je nach Wettkampf Distanz?

00:36:57: Also wir gehen jetzt mal davon aus, dass da kein Vorbereitungswettkampf vorerst stattfindet.

00:37:01: Weil sonst können wir hier Stunden über unterschiedliche Konstellationen reden.

00:37:05: Nee, wir reden über einen Wettkampf.

00:37:06: Immer das Mal total standardisiert machen!

00:37:10: Wir bauen es jetzt mal wirklich schematisch um danach festzustellen, dass das Leben eigentlich nie schematisches ist.

00:37:14: aber gut dann wäre ja die Situation irgendwie so sechs Wochen vorm Rennen... Ich baue das jetzt schematische habe ich eher sowas wie eine Entlastungswoche.

00:37:26: Also das ist dann Woche eins oder T minus, T-minus sechs.

00:37:30: Dann kommen nochmal drei Wochen in denen ich irgendwie erst mal wieder einen sinnvollen Trainingsaufbau habe ein bisschen mehr trainiert und also innerhalb dieser drei Wochen ist dann woche zwei und drei.

00:37:43: Das sind die wochen in denen finden die Schlüsseleinheiten Start und dies und dass und jenes so.

00:37:48: dann sind also vier wochen rum Und dann kommt eigentlich der Moment, wo man schon langsam aber sicher diese Taperphase einleiten kann.

00:37:57: Ich bin jetzt bei der Langdistance entschuldige und wir müssen uns ja immer überlegen was sind die Anforderungen?

00:38:03: Die Anforderung an eine Taper-Phase sind.

00:38:05: ich möchte mich sehr gut erholen und ich möchte all das Training welches ich da absolviert habe in irgendeiner Form wirken lassen.

00:38:17: darf man berechtigterweise sagen, aber der Typ hat doch gesagt das wirkt physiologisch sowieso nicht mehr.

00:38:23: Fair!

00:38:24: Nichtsdestotrotz gehen wir ja in diesem Training eine Belastung ein bei der wir dann danach dafür sorgen sollten dass wir an den Punkt kommen und sämtliche Stressmarker wieder reduzieren, Glycogenspeicher wieder auffüllen und alles was so irgendwie erdenklich dazu gehört also körperlich ihre Generation stattfinden lassen usw.

00:38:43: Und das meine ich mit Training wirken lassen.

00:38:46: Und dafür brauche ich halt ganz viel Entlastung, was auch immer das heißt.

00:38:50: Für mich heißt das so etwas wie irgendeine Form von Erholung und die gerne ganz viel aktiv.

00:38:58: Also jetzt halt eben nicht... nach denen dann drei Wochen Belastung und Trainingsaufbau irgendwie vier Ruhetage zu machen, vielleicht hinzugehen und zu sagen okay ich mache jetzt ein Ruhentag aber die nächsten drei-viert Tage die bewege ich mich dann in irgendeiner Form locker.

00:39:15: Das macht man meistens ja auch deswegen um zum Beispiel den Stoffwechsel am Laufen zu halten weiterhin ganz guten Energieverbrauch zu haben was dann wieder einfacher ist auch das Thema Energiezufuhr und Energieverbrauch etwas besser in der Waage zu halten.

00:39:30: Das hilft uns dabei, gewisse Stressmarker wie jetzt Cortisol und Co.

00:39:35: irgendwie besser abzutransportieren.

00:39:37: Gleichzeitig ist Bewegung auch immer ein Treiber für Kohlenhydrataufnahme.

00:39:43: Also unser Körper ist besser drauf getrimmt, Kohlenhydrate aufzunehmen wenn er sich bewegt als dass er einfach nur ruhig ist.

00:39:50: Das ist der Grund warum wir uns nach Natur der Franzetappe auf die Rolle setzen Die nächste dreiviertel Stunde locker Rolle fahren, um dabei dann Kohlenhydrate zu essen.

00:40:00: Das ist eigentlich so die beste Kombi.

00:40:04: Dann soll halt da Erholung stattfinden.

00:40:06: und jetzt ist ein bisschen die Frage wie viel brauche ich davon?

00:40:09: Das hängt natürlich extrem viel davon ab, wieviel Ich davor ertrainiert habe.

00:40:14: das hängt davon ab Wie tiefen erholt ich sein muss für mein Wettkampf.

00:40:18: also Ich bin jetzt der Meinung, dass ich für eine olympische Distanz brauche.

00:40:23: Da brauche ich am Ende nicht irgendwie acht Tage Erholung oder sowas in der Art sondern da tun es auch drei vier Tage aktive Erholungen und dann ein zwei Tage Vorbelastung und dann Rennen machen.

00:40:34: und dann ist das fein weil die Anforderungen an den Glycogenespeicher sind jetzt nicht so groß wie bei einer langen Distanz zum Beispiel.

00:40:42: Und dann dabei ist das auch eine Frage zum Beispiel vom Alter.

00:40:45: Auch klar, dass man sich mit Mitte zwanzig sicherlich nochmal etwas anders erholt von den drei Wochen Training als mit Mitte fünfzig.

00:40:51: Das würde ich z.B.

00:40:52: auch irgendwie ein Stück weit berücksichtigen und man sich da einfach ein bisschen mehr Zeit kündigt.

00:40:57: Dann ist es aber gleichzeitig auch eine frage wie denn die Tage dieser Taperphase aussehen?

00:41:02: Also bin ich jetzt hier... Ich male mein schlechtes Bild fällt mir gerade auf von den Studierenden, die ich jetzt dann immer vor Augen habe.

00:41:09: Die dann doch recht viel Zeit haben um zwei Stunden Mittagsschlaf zu machen.

00:41:12: wohin gegen jetzt als arbeitende Bevölkerung mit keine Ahnung sechs Kindern Zuhause wir kennens.

00:41:19: Habe ich jetzt garantiert nicht die Phase in der ich sagen kann okay Jetzt schlafe ich mal jeden Tag bis acht macht da noch eine Stunde Mittagschlaf und dann wieder um neun ins Bett zu gehen und dazwischen ist ganz entspannt und so das wird es wird so nicht sein Genau.

00:41:32: Das sind halt alles so Faktoren, die ich ein Stück weit mit berücksichtigen würde und ich meine am Ende würde ich dann hingehen und würde sagen auch jetzt mal rein organisatorisch wenn ich das Training hinter mir habe.

00:41:42: für die allermeisten von uns endet diese Belastungsphase mit einem Wochenende also selten so dass jemand sagt mein Haupttrainingstage sind da Dienstags- und Mittwochs.

00:41:52: Dann macht es organisatorisch immer erstmal schon mal Sinn an den Tagen danach, in denen ich ja eh nicht viel trainieren würde.

00:41:58: Da ruhig ganz viel aktive Erholung zu machen und ganz viel heißt ja jetzt wenn ich mich jeden Tag ein zwei Stündchen bewege ist ja schon alles prima.

00:42:05: Ja dann finde ich kann man meistens so dieses Wochenende dazwischen nochmal irgendwie nutzen um so ein kleines bisschen zu trainieren.

00:42:13: also das sollen keine Schlüsseleinheiten mehr sein es sollen keine hochvoluminösen Tage mehr sein.

00:42:18: aber Ich finde gleichzeitig so den Körper da irgendwie am Laufen zu halten und so weiter.

00:42:23: Das macht durchaus Sinn, aber natürlich etwas reduziert.

00:42:26: So dann kann ich nochmal ein zwei drei ruhigere Tage machen in der in der Rennwoche dann von Montag bis Mittwoch um dann Donnerstag Freitag in die Vorbelastung zu gehen fürs Rennen am Samstag oder Freitagsamstag in die vorbelastungen zu gehen für das Rennen im Sonntag.

00:42:39: Irgendwie sowas

00:42:40: ja genau klingt

00:42:42: gut.

00:42:43: also wir brauchen immer eine Mischung und es kann dann jeder für sich selber überlegen wie lange er für diese Beiden Phasen braucht.

00:42:48: Die eine Phase ist Erholung oder Klammer auf, aktive Klamma zu, Erholungen und das andere ist Aktivierung was ja auch so ne Sache is.

00:42:57: Also das würde ich immer nicht unterschätzen weil ich finde auch da Aktivierungen kann man jeder sich überlegen wie sich die Einheit Dienstags morgens nach einem Ruhetag anfühlt.

00:43:06: Das ist auch ne Form von Aktivierungs, weil dann habe ich einen Tag Ruhe gemacht und hab den Körper vielleicht in irgendeiner Form ein bisschen runtergefahren nachdem der vorher recht viel trainiert hat.

00:43:16: Man kann sich ja jeder mal so ein bisschen reinfühlen, wie sich die erste Einheit nach dem Ruhetag anfühlt oder Trainingslager.

00:43:22: Ich habe einen Ruheltag gemacht im Trainingslage und setze mich dann am nächsten Tag aufs Rad.

00:43:28: selten so dass man sagt der Hintern ist ein Traum Ist das schön hier gerade?

00:43:34: Und die Beine also fluffiger wie sie nicht sein könnten

00:43:38: Find ich noch schlimmer beim Laufen, aber ja.

00:43:41: Der lauft dann morgens vorm Frühstück und so.

00:43:45: Man merkt man ist hier noch nicht richtig erholt

00:43:47: usw.,

00:43:48: oder war jetzt in der Ruhephase wie auch immer.

00:43:50: Und so runtergefahren ist man irgendwie nach diesen Erholungstagen schon ein bisschen zumindest.

00:43:58: Dann ist die Frage was brauche ich jetzt um diese Aktivierung herbeizuführen?

00:44:05: nicht von der Hand zu weisen, dass man durchaus auch da zwei drei Stunden trainieren dürfte an solchen Tagen.

00:44:10: Also jetzt am Freitag und Samstag wenn man denn möchte.

00:44:13: Auf der anderen Seite das einzige worauf man eigentlich achten sollte ist halt, dass wir da jetzt nicht wieder wahnsinnig viel Energie natürlich verbraucht und wahnsinnige Kohlenhydrate wieder entleert weil das sind ja genau die Phase wo ich die füllen will und wo ich sie auch bei hundert Prozent haben will.

00:44:25: deswegen sehe immer gerne ab Trainingstagen, die da irgendwie ernsthaft länger sind als zwei Stunden oder sowas.

00:44:31: Das würde ich nicht unbedingt machen.

00:44:32: aber wenn man da jetzt am Freitag sagt Ich gehe eineinhalb stündchen rollen und mache noch kurze halbe Stunde Schwimmvorbelastung um dann Am samstag irgendwie ne Stunde zu rollen Und kurz zwanzigminütchen draufzulaufen top super Aber das darf auch jeder für sich selber entscheiden.

00:44:47: also nochmal Werder sagt hey mit hat es immer schon total gut getan an dem freitag noch irgendwie zweieinhalb Stunden zu fahren Okay dann machen.

00:44:58: Also da darf man auch nicht widersprechen, weil es würde jetzt ehrlicherweise keine numerische quantitative Erfassung geben die einen davon Gegenteil überzeugen kann.

00:45:09: Man kann nicht messen was da besser ist das muss man fühlen Das funktioniert nicht anders.

00:45:14: dafür ist das viel zu diffiziel.

00:45:17: Ja Zu den tagenformrennen kommen wir gleich noch.

00:45:20: ich hätte noch eine frage zur Ernährung in der Taperphase.

00:45:24: Jetzt mal abgesehen vom Karbo-Loading, was wir auch gleich noch kurz machen sollte man die Alltagsernährungen in der Taperphase sagen wir mal in den zwei Wochen vorm Rennen da schon anpassen oder irgendwie darauf achten dass man nicht zu viel Wasser einlagert?

00:45:40: oder wie würdest du das handhaben?

00:45:42: Das Zauberwort dafür ist fuel the work required also sich immer so zu verpflegen wie es die Arbeit her gibt.

00:45:49: Und wenn die Arbeit ist eine Stunde aktive Erholung, dann sind das drei Hundert Kalorien, die man da verbraucht in der Stunde aktiver Erholungen.

00:45:57: Ich mache es jetzt mal pauschal.

00:45:59: Dann ist das der Arbeitsaufwand und kommt ein bisschen Alltagsaufwand hinzu von ... Bleib jetzt pauschall von zwei tausend fünfhundert Kalorianen.

00:46:06: also ist die Energie zuvor zweitausend achthundert kalorien.

00:46:11: Weil man vielleicht vom Vortag noch ein kleines... Also wir sind jetzt an dem Montag am ersten Tag der Taperphase.

00:46:17: Weil man am Wochenende tendenziell die Glycogenespeicher sicherlich ganz gut gelehrt hat, setzt man das schwerpunktmäßig auf Kohlenhydrate und darf sicher auch ein bisschen mehr Energie zuführen als jetzt gerade meine schematische Rechnung.

00:46:30: Weil man ja sicherlich eher mit einem kleinen Defizit aus dem Wochenende gegangen sein wird.

00:46:35: Das gilt dann am Donnerstag aber nicht mehr.

00:46:37: Irgendwann ist so ein Defizite auch wieder egalisiert Und da würde ich immer so ein bisschen dran denken dass man es da auch bitte gerne nicht übertreibt mit der Energiezufuhr.

00:46:46: also Das sind halt schon so Phasen, wo es jetzt nicht heißt nur weil hier Tapern oben drüber steht darf ich jetzt zwei Wochen lang Karbo-Loading machen und auch schon zwei Wochen auf jede Qualität in der Ernährung verzichten.

00:46:59: Und diese Taperphase ist quasi ein Freifahrtsschein.

00:47:01: für Eis und Cola und Süßigkeiten.

00:47:04: das dann nicht der Fall.

00:47:05: Sondern ich würde dann schon darauf achten dass sich mich da halbwegs ausgewogen ernähre also weiterhin ordentliche Proteinmenge zuführe buntes Essen viele Ballaststoffe Sicherlich eher einen Schwerpunkt auf den Kohlenhydraten habe, aber auch nur ein Schwerpunkt im Gesamtkonstrukt.

00:47:22: Also das sollte dann so vielleicht vierzig Prozent meiner Alltagsendierung ausmachen.

00:47:26: Vielleicht fünfzig.

00:47:27: Aber der Rest summiert sich auch über Proteine und Fette auf – und das ist auch wichtig!

00:47:33: Da kann ich jetzt noch nicht irgendwie... also Carbo-Loading ist nicht viel hilft viel sondern das brauche ich die letzten drei Tage vor dem Rennen?

00:47:40: Prima?!

00:47:41: Ja Aber von T-minus vierzehn bis T minus drei Tage, die Zeit dazwischen.

00:47:49: Die darf halbwegs normal ablaufen und eben frei nach dem Motto fuel the work required.

00:47:55: Woran liegt es dass man sich oft in der Taperphase das dann auf einmal das Knie zwickt oder die Achilleszene oder so?

00:48:02: Mir ist das Wort Mara Neuer letztens mal über den Weg gelaufen.

00:48:07: Ja, genau.

00:48:08: Also weil man das halt vor dem Marathon...

00:48:09: Die Paraneuer vom Marathon?

00:48:12: Ja, witzig!

00:48:12: Das habe ich noch nie gehört.

00:48:13: Stark!

00:48:15: Ja also ich glaube wir machen da ja schon.

00:48:19: wenn wir jetzt an die Trainingsphase denken dann ist es ja schon ein bisschen Fight or Flight Modus.

00:48:23: Also irgendwie ist da auch keinen Platz um jetzt Knieschenmärzen zu bekommen, denn wir haben da ordentlich was zu trainieren.

00:48:28: und ich glaube da ist auch ein bisschen Vertränkungsstrategie mit dabei.

00:48:31: Und ich glaube, wenn so eine Ruhephase kommt dann ja man kennt das ja auch irgendwie.

00:48:35: Dann sagt der Körper vielleicht auch mal ein kleines bisschen ab und man fühlt noch mehr in sich rein weil man jetzt eben gerade nicht Muskelkater hat oder Anstrengung.

00:48:43: von einem langen Trainingstag spürt man vielleicht auch Dinge die grad mal ne kleine Überreaktion haben.

00:48:49: Ich würde fast wetten, dass sind so Überreakzionen, die sind immer auch mal da.

00:48:52: Vielleicht merken wir diese dann seltener Weil wir dann ein bisschen feinfühliger werden, vielleicht ein bisschen nervös werden usw.

00:48:57: vor dem Rennen.

00:48:58: Da tauchen sie vielleicht mehr auf.

00:48:59: aber das ist also.

00:49:01: Ich würde fast behaupten, dass das zu acht und neunzig Prozent eher ein mentales Ding ist.

00:49:06: Und es ist dann auch okay, dass es da ist.

00:49:08: Also Strategie an der Stelle.

00:49:11: Akzeptanz?

00:49:12: Okay!

00:49:13: Ist gut.

00:49:13: Knie tut ein bisschen weh.

00:49:15: Passt.

00:49:16: Warum nicht?

00:49:17: Hatte er jetzt auch genug geleistet die letzten Woche.

00:49:19: Wenn ich mir vorstelle und sage ach du Scheiße warum tut mir jetzt das Kniew zehn Tage vom Ironman Das darf mir jetzt auf gar keinen Fall wehtun so... alles dagegen tun, dass das weh tut und das sind dann die Momente wo ich dann anfange so oh Mist vielleicht passt liegt seine Klipposition beim Rad.

00:49:35: Lass nochmal schnell dran schrauben super toll!

00:49:38: Vielleicht ist der Schuh doch nicht so gut?

00:49:40: Lass noch mal einen anderen Wettkampfschuhe ausprobieren.

00:49:42: optimal also ich hoffe die Ironie wird deutlich jetzt gerade genau einfach auch dann akzeptieren, wenn es nicht geht.

00:49:50: also wenn wir hier von Schmerzen reden oder nicht von Zwicken Okay, fair.

00:49:54: Dann müssen wir uns irgendwas überlegen.

00:49:56: Ist klar ne?

00:49:56: Dann suchen wir einen Physiotherapeutin auf der uns noch mal hilft und so weiter und sofort oder behandeln uns selber irgendwie mit Blackrolls und Flossing und alles was wir in der Hinterhand haben pflegen uns in der Hinsicht Alles klar.

00:50:10: aber ich sage mal so dass es ein bisschen zwickt und das darf auch irgendwie ganz normal

00:50:14: sein.

00:50:17: All right, kommen wir in die allerallerletzte Phase.

00:50:20: Und weil du jetzt schon ein paar Mal gesagt hast, dass man das schwer für allgemeinern kann ... Es liegt ja allein schon daran, wir machen nicht alle das gleiche Rennen.

00:50:29: entweder muss man weiter anreisen oder es ist vor der Haustür und so.

00:50:33: Lass uns vielleicht auf die Dinge eingehen, die man da auf jeden Fall vermeiden sollte.

00:50:37: also wie schaffe ich es mir in den vier Tagen vor dem Rennen mein Rennen zu zerstören?

00:50:44: So viel zum pädagogisch wertvollen.

00:50:49: Nur Einsatz, bevor wir in deine Negativität kommen, die du hier mit reinbringst.

00:50:55: Ja?

00:50:55: Nur Einsatz an den drei Tagen vorher oder zwei Tage vor ist ganz egal.

00:51:02: jetzt und dann kann jeder für sich selber abstrahieren aber an den letzten drei Tagen Das Einzige, was wichtig ist, was man da tut, ist das, was für sich selber gut anfühlt.

00:51:13: So, das muss das Einzigen sein.

00:51:15: Gesunder Egoismus anderen Leuten gegenüber.

00:51:19: also wenn man dann irgendwie zufällig in der Stadt ist wo ja noch die beste Freundin wohnt und so und die sagt dann Ey, sollen wir Samstag nicht um vierzehn dreißig nur eine Runde Kaffee trinken gehen?

00:51:28: Nee einfach lieber Hotelzimmer Füße hoch gut gehen lassen, kann man Sonntag dann machen.

00:51:34: Oder man startet in Frankfurt und irgendwer kommt auf die Idee noch freitagabend eine Runde durch Sachsenhausen zugehen oder so vielleicht auch

00:51:41: einfach

00:51:42: nicht machen?

00:51:43: Auswas tut einem sonderlich gut.

00:51:45: schwer zu glauben.

00:51:45: also meine Sachsenhausenerfahrungen sind jedes mal so gewesen dass ich mir nicht vorstellen kann das er es gut tut.

00:51:49: Ich denke ja auch nicht.

00:51:50: So und all das was da guttut.

00:51:53: und jetzt machen wir gerne Das Gegenbeispiel.

00:51:58: Wir gehen hin und weil wir uns denken, krass hier happening Iron Man usw.

00:52:04: oder Langdistanz oder Mitteldistanzen Riesen-Wettkampf tralala lasst mal erstmal schön in der prallen Sonne nochmal vier Stunden über die Expo laufen natürlich kein Trinken mit dabei haben auch keine Sonnencreme aufgetragen haben Und dann immer schön so ein bisschen stehen und gehen in der Kombination Fantastisch um dicke Beine zu bekommen, finde ich persönlich.

00:52:28: Also ist so ein Klassiker dann ist das meistens noch so... malig schwarz, du wolltest es so.

00:52:35: Aber dass wir jetzt auch nicht unbedingt das gute Essen mit dabei haben sondern vielleicht irgendwann feststellen ah Mist irgendwie hier das Briefing hat doch ein bisschen länger gedauert und wir wollten ja noch am Stand von so und so vorbei und jetzt habe ich aber doch irgendwie Hunger.

00:52:47: Lass doch nochmal schnell irgendwie so einen Schnitzelbrötchen vom Bäcker neben dran holen weil ich hab jetzt nichts zu essen dabei bis zum Abendessen dauert ja noch So und das finde ich ist immer schon so.

00:52:57: das erste bei dem ich sagen würde das gerne auf gar keinen Fall machen.

00:53:03: Auch auf gar keinem Fall machen, je nach Gewässer.

00:53:06: und all das was ich hier sage gilt für so Orte wie Texas, Hamburg... Auf keinen Fall vorher ins Wasser gehen und schwimmen zum Beispiel.

00:53:15: Also ich bin immer wieder schwer beeindruckt wie viele Leute ich dies ja gesehen habe beim Ironman Texas die diese Swim Familiarization mitmachen usw.

00:53:26: Jeder der das Gewässersieht.

00:53:28: Also das ist ja so ein künstlicher See mitten in der Stadt, der keinen gesunden Durchlauf hat und wo ich auch nicht wissen will was da alles irgendwie von den Straßen und was weiß ich?

00:53:39: Was so reinfließt.

00:53:40: Und ich kenne fast kein Profi, der nicht am Sonntag gesagt hat also es rennen immer samstags oder spätestens dann am Montag so Ja schon bisschen Durchfall und sowas halt vom Wasser Also bitte gerne nicht.

00:53:52: Und das ist bei der Alster genaues gleiche, ne?

00:53:54: Bitte nicht reinspringen die Alster!

00:53:57: Die ist zwar nicht so künstlich wie das Ding in Texas Das ist klar.

00:54:01: aber die Binnenalzer ist jetzt auch nicht dafür bekannten Badeparadies zu sein.

00:54:05: So und das sind

00:54:07: sehr gute Erfahrungen gemacht.

00:54:08: Aber ich bin vor dem Armin Hamburg Da rein gegangen, sondern hab dann halt meine Vorbelastung im Schwimmbad gemacht und das war auch alles in Ordnung.

00:54:16: Ja du kannst ja auch hier eine Doveelbe fahren und da schwimmen gehen.

00:54:19: Du kannst auch am Rotsee schwimmen und nicht im Kanal und so.

00:54:22: es gibt ja genug Alternativen.

00:54:23: Das ist ja total fein!

00:54:25: Ich kann jetzt Stunden so weitermachen weil wenn ich jetzt natürlich die des Freiwasserschwimmen irgendwie dann am Samstag mache und dann am Sonntagmorgen feststelle mein Neo ist noch ein bisschen nass weil ich habe den hier angehabt gestern auch immer doof So Sachen, die ich auch gerne vermeiden wollen würde.

00:54:43: Jetzt muss ich dann doch noch mal positiv wenden weil wie gesagt mir fallen so viele negative Sachen ein.

00:54:47: das zieht mich ja schon runter und ich muss es nicht machen.

00:54:52: Aber Ich würde hingehen und mir einen gesunden Plan machen und ich würde ehrlicherweise auch schon vorher bevor ich da anreise ein kleines bisschen überlegen was jetzt gerade wichtig ist und was sich eigentlich gerne so hätte.

00:55:03: Zum Beispiel im Hotelzimmer sein und Ruhe haben.

00:55:11: Und nicht an einem Freitagabend noch bis zehn Uhr unterwegs zu sein, weil man sich verabredet hat um acht Uhr zum Abendessen oder sowas in der Art.

00:55:18: das ist so spät.

00:55:21: Man isst dann spät, man weiß nicht wie lange es dauert, man weiss auch nicht wie sehr einem dann der Fetteteller-Nudeln im Magen liegt und wie groß die negative Auswirkung für's Schlafen usw.

00:55:31: sein wird.

00:55:32: deswegen vorher einen kleinen Plan machen überlegen was man denn gerne da so vor hat, vielleicht auch ein kleines bisschen die Uhrzeiten daran schreiben.

00:55:40: Also so mache ich das immer gerne als jemand der dann die Aufsicht hat für andere Leute und dann treibe ich auch manchmal ne?

00:55:47: Und wenn ich dann morgens nach PK und Briefing und dann noch interview hier und interview da beim dritten Interview sage nee jetzt nicht mehr weil hier außerhalb Zeitplanen und so Dann werde ich ganz oft im ersten Moment schief angeguckt.

00:56:02: wenn wir dann aber an dem Am Airbnb oder am Homestay, wo auch immer ankommen und man feststellt, ich habe jetzt zwei Stunden Zeit um mich hier an einem freitag noch mal richtig cool auszurun.

00:56:14: Dann ist der klar warum das auf einmal dann vielleicht doch eine gute Idee war dass irgendwer auf die Uhr geguckt hat und gesagt hat lasst mir nicht einfach in den Tag hineinleben und so.

00:56:24: genau das sind so Sachen die ich da auf jeden Fall beachten würde.

00:56:29: Ihr könnt es jetzt an der Stelle auf euch übertragen, wenn ihr nicht in der Situation seid, dass ihr noch Interviews geben müsst vor dem Rennen.

00:56:36: Ich finde das ist ja mit gerade so.

00:56:38: Expo-Geschichten ist das gleiche.

00:56:40: Ja, auf jeden Fall.

00:56:41: Wenn ich mir die Expo in Rot anschaue als Beispiel...

00:56:43: Da kann man den ganzen Tag verbringen?

00:56:46: ...mit

00:56:46: Abstand beste Expo, die es jemals bei einer Langdistance gegeben hat seitdem ich im Sport unterwegs bin.

00:56:54: Mit großem Abstand!

00:56:56: Zu jeder Stunde irgendwelche coolen Veranstaltungen und hier meet and greets mit irgendwelchen Profis.

00:57:01: Und dann dies noch, das noch und jenes noch!

00:57:04: Wenn man da reinkommt und den vermeintlichen Triathlon-Fanboy komplett durchspielen möchte... ...dann findet man von morgens bis abends der Veranstaltung auf dieser Messe die irgendwie interessant sein können.

00:57:17: Ist ja total toll grundsätzlich.

00:57:20: Rein emotional mag das schön sein aber man hat halt schon noch Sonntag auch was vor Und das würde ich schon auch noch ein bisschen mit bedenken, dass man da irgendwie hingeht und sich überlegt.

00:57:28: Hey!

00:57:28: Ich sollte jetzt nicht den ganzen Tag rumstehen oder hier einfach nur durch die Gegend gehen oder mich schlecht ernähren oder wenig trinken in der Sonne sein usw.

00:57:37: Und all diese Sachen.

00:57:38: Das ist doch jetzt umgekehrt quasi sich einzuplanen und zu sagen hey am Freitagnammetag oder feiner Vormittag wann auch immer habe ich voll Bock mal drei Stunden über die Messe zu laufen.

00:57:49: Cool!

00:57:50: Ist doch super!

00:57:51: Solange klar ist...ich hab' mich eingekrämt Wenn die Sonne scheint oder ich habe genug zu essen und zu trinken dabei.

00:57:56: Ich hab vorher gut gefrühstückt, dann gehe ich irgendwann auf die Messe danach mache ich Mittagspause am Nachmittag bewege ich mich locker Dann ist abendessen früh ins Bett aufgeht.

00:58:04: toll kann nicht genauso machen.

00:58:06: also ich sage Nicht dass man da nicht hingehen soll sondern ich sage eher das man sich Das auch ein kleines bisschen einen planen wann und wie man das macht.

00:58:13: Weil dann wird alles cool dann mit der messe besuch cool.

00:58:16: Man muss sich hinterher nicht ärgern dass man jetzt doch dann irgendwie zu lange gestanden hat.

00:58:20: Ja, also ich denke auch auf jeden Fall sollte man da hingehen und ich denke es kommt darauf an dass man eine kluge Balance findet aus happening.

00:58:30: Und alles mitnehmen was man so will vielleicht auch ein bisschen priorisieren und eben das eigene rennen dann vielleicht doch an erste stelle zu stellen.

00:58:40: ja genau weil auch was du gesagt hast die vorbelastung auch wenn die nicht standardisiert ist.

00:58:45: das wichtigste ist dass man das halt stressfrei über die Bühne kriegt und nicht dann am Ende denkt, oh scheiße.

00:58:52: Ich wollte ja jetzt auch noch

00:58:53: schwimmen.".

00:58:54: Und das ist ja grad ein... Lass mal das Beispiel machen!

00:58:56: Jetzt lass mal Hamburg Frankfurt nehmen als Rennen und du sollst es jetzt am Samstag eine Vorbelastung machen?

00:59:02: Die braucht Puffer zeitlich also weil außer du fährst die Indoor auf der Rolle im Hotelzimmer und selbst dann braucht ihn Puffa um das Setup einmal aufzubauen und wieder danach zurückzubauen.

00:59:15: Aber wenn du da alleine ja irgendwo fahren willst, wo du sagst hey hier gehe ich jetzt nicht einfach nur eine Stunde fahren so dass der tacho läuft sondern es ist auch halbwegs angenehm hier zu fahren.

00:59:24: Ja dann musst du schon mal in hamburg außer stadt raus am spiegelhaus vorbei und zum deich Und bist du von einer binnenallster am deich angekommen bist?

00:59:34: Da sind schon mal locker zwanzig minuten rum auf jeden fall So damit du dann da zwanzighminuten fährst um dann wieder zwanzihminuten zurückzujuckeln.

00:59:42: Und das ist ja so eine Sache, dass dauert immer dann ein bisschen länger als man denkt.

00:59:46: So wenn man ehrlich ist irgendwie.

00:59:48: und jetzt in Frankfurt wie gesagt genau das gleiche weil da werde ich ja möglicherweise auch eher mitten in der Stadt übernachten und um daraus zu kommen und so und noch irgendwie ein bisschen Spaß zu bekommen beim Fahren muss man sich überlegen.

01:00:01: also manchmal fährt man mit dem Auto lieber raus um dann draußen zu fahren aber dann muss man halt mit einem Auto für eine Stunde rein und rausfahren und auch das muss man auf jeden Fall am Schirm

01:00:09: haben würde ich in Frankfurt auf jeden Fall empfehlen mit dem Auto rauszufahren, weil da dauert's

01:00:14: echt einen

01:00:15: Moment bis man aus der Innenstadt draußen ist.

01:00:17: Total!

01:00:17: Ist aus Hamburg gar nicht so schlecht?

01:00:20: Ja ja genau das ist vollkommen recht.

01:00:22: also dass es in Frankfurt aber gut da käme mich auch zu wenig für Aus, aber in Hamburg ist es noch okay, weil auch der Weg zum Deich ist irgendwie erträglich, das kann man schon mal machen.

01:00:32: Das jetzt ist nicht so wild, aber trotzdem für mich als gebürtigen Sauerländer, wenn ich aus der Haustür raus war, ab dann wurde es schön.

01:00:40: So und da gab's nicht die Situation, dass ich erst hier an acht Ampeln anhalten musste um damits dann irgendwann schön wird.

01:00:49: Da muss man sich natürlich ein kleines bisschen drauf einstellen.

01:00:51: Yes!

01:00:53: Thema Carbo-Lording.

01:00:54: wir haben sehr ausführlich in den letzten zwei Episoden mal nicht sogar drüber gesprochen.

01:00:59: deshalb wollen wir das hier ganz kurz halten.

01:01:02: Kurzfassung Wenn das Rennen am Sonntag ist, Mittwoch damit anfangen?

01:01:08: Ja, Donnerstag tut's auch.

01:01:12: Also immer im Sinne von... also drei Tage reicht auf jeden Fall.

01:01:19: ich finde immer man fängt ja nicht von null auf hundert damit an sondern man kann ja Vielleicht dann, ja gut auch Mittwoch wird man schon eher ein paar Kohlenhydrate essen.

01:01:28: Macht Sinn.

01:01:29: Donnerstag vielleicht ein paar mehr.

01:01:31: Freitag vielleicht zu ziemlich sogar fast den Haupttag denke ich manchmal damit man am Samstag wieder nicht sich das Allerletzte noch reinzwängen muss und so was.

01:01:40: Und auch da finde ich es irgendwie ganz angenehm lieber an einem Freitage wo man sich auch vielleicht noch ein kleines bisschen mehr bewegen kann

01:01:45: usw.,

01:01:47: also zum meistjahr weniger Termine anstehen hat Ist dann kein Rad aufgeben.

01:01:52: Dafür muss ich alle Taschen gepackt haben, die ist das und jenes und so.

01:01:56: Und so würde ich das dann aufbauen also mit einem kleinen bisschen Versatz.

01:02:00: Mittwoch vielleicht beginnen ist okay aber das muss jetzt noch keinen Tag sein wo man irgendwie zehn Gramm Konellrate pro Kilo Körpergewicht reinfordert.

01:02:08: genau Dann nochmal von mir der Hinweis, rechnet euch das aus.

01:02:12: Wie viele Kohlenhydrate ihr zuführt und führt euch die Menge auch mal vor Augen in Form von Reißnudeln was auch immer ihr da zu euch nehmen wollt oder Getränke noch on top?

01:02:23: Weil ja also ich fand es sehr überraschend wie viel das dann ist was man alles so rein bekommen muss.

01:02:29: Ja genau das!

01:02:30: Also sehr wichtig finde ich auch weil da verlebt man gerne den Überblick weil man nicht immer genau weiß was überall drin ist Keine Ahnung, die Cola vielleicht sogar etwas überschätzt.

01:02:40: Weil am Ende ist es eine Flüssigkeit, da passen nicht so viele... Also dann hat schon jemand so viel Zucker wie möglich reingepackt aber das ist dann im Verhältnis zu einem deftigen Teller Spaghetti dann doch eher weniger als man vielleicht so denkt.

01:02:52: und genau bin ich total bei dir macht absolut

01:02:54: so.

01:02:54: Ja auf jeden Fall wollen wir noch... Ich bleibe beim Worst Case.

01:02:59: aber was ist wenn dich kurz vorm Rennen krank werde oder mich wirklich nicht gut fühle?

01:03:07: Also das sind zwei unterschiedliche Punkte, krank werden ist klar.

01:03:10: Kein Rennen machen nicht gut fühlen würde ich mich immer fragen was ist das jetzt?

01:03:14: also ist es hier eher mental?

01:03:16: Ich habe Schiss nicht gut.

01:03:18: Also Schiss ist ein dummes dispektierliches Wort.

01:03:21: Ich hab vielleicht irgendwie Angst oder fühle mich nicht gut weil ich gerade sehr unsicher bin oder so in der Art.

01:03:28: dann Gut würde ich jetzt nicht hingen und sagen okay dann nicht machen sondern Vielleicht gibt es eine gute Strategie, wie man dieses Gefühl da gerade noch oder diese Emotion an der Stelle irgendwie überwindet.

01:03:39: Sobald das in irgendeiner Form körperlich wird – also das ist gleiche wie im Training auch nur mal Faktor zehn – wenn man nicht in der Lage ist ernsthaft zu trainieren weil man jetzt gerade fettes Halskratzen hat oder merkt dass hier die Grippe auf jeden Fall im Anflug ist ja dann auf gar keinen Fall machen.

01:04:02: Wenn ich hart ausdrücken soll, eine Lebensgefahr in die man sich begibt und deswegen auf keinen Fall tun.

01:04:08: So da gibt es zumindest bei mir keine zwei Meinungen ehrlicherweise.

01:04:12: Es ist immer die Frage was jetzt der Gradmesser?

01:04:16: Also bei welcher Körperlichkeit fange ich an diesen gerade genannten Standard anzusetzen?

01:04:23: Ich persönlich finde immer also es gibt so absolute No Brainer wie Fieber

01:04:28: Ja, das

01:04:29: ist klar.

01:04:29: Also erhöhte Temperatur macht gar keinen Sinn.

01:04:33: Würde sagen sobald man sich die Frage stellt?

01:04:35: Ja!

01:04:35: Sobald auch irgendwas mit, beschreibe ich immer gerne, irgendwas mit Auswurf dabei ist also sobalds irgendwie ein bisschen grüner und gelber wird würde ich auch mal sagen so sehe ich nicht ehrlicherweise da.

01:04:47: dann Sport drauf zu machen sobaldes erhebliche Kopfschmerzen oder gar Migräne sind sehe ich auch nicht richtig.

01:04:53: So was halt, ne?

01:04:54: Sobald ich Zyklusbeschwerden hab vielleicht zum Beispiel ist das gleiche Spiel.

01:04:58: Falls ich hier gerade irgendeinen PMS durchlaufe dann weiß ich auch nicht ob so ein Ironman irgendwie hilft um das irgendwie besser zu machen.

01:05:06: Durch große Angst dass mir das irgendwann mal passiert.

01:05:08: Toi toi toi!

01:05:11: So und das wäre jetzt vielleicht auch so einen Punkt da hat der Coach in mir gerade rausgehört.

01:05:17: Vielleicht hat es auch ein bisschen etwas mit dem Einstellung dazu zu tun.

01:05:21: Also im Sinne von du wirst es sicherlich beschleunigen, wenn du irgendwann sagst ah ich habe dann Rennen und das fällt quasi auf meinen Zyklus oder der Zykulus ist eigentlich drei Tage danach.

01:05:33: deswegen erwarte ich jetzt mein premenstorales syndrome genau am Wettkampftag oder in den zwei drei Tagen vorher Und dann wartest du drauf?

01:05:41: Dann kommt's auch.

01:05:43: Also soll sich jetzt nicht doof anhören, aber dann kommt es auch nicht nur.

01:05:45: Sondern ist wahrscheinlich auch noch dreimal schlimmer als normalerweise weil sich natürlich eine komplette Vorahnung aus den letzten Monaten bestätigt das dass jetzt so stattfindet und das wird es nicht leicht also körperlich auch nicht leichter machen.

01:05:58: wohin gegen wenn so eine gewisse Leichtigkeit da reinkommt dass man sagt hey okay dann kommt isso und dann krieg ich das aber auch gut bewältigt Komm mal, weil ich weiß dass ich das im Training auch gut schaffe und weil ich weiss was ich dafür tun muss damit es mir dabei besser geht.

01:06:12: also irgendwie keine Ahnung.

01:06:14: Ich muss mehr Ruhe antun!

01:06:15: Ich muss dies machen, ich muss jenes machen.

01:06:16: vielleicht hilft das?

01:06:17: Ich will jetzt keine Tipps geben dafür in der Hinsicht aber will nur sagen man bewältigt das ja im Alltag auch irgendwie Und dann liegt es glaube ich manchmal auch ein kleines bisschen an der mentalen Herangehensweise ob das jetzt eine große Sache wird oder ob man das dann auch in der Situation irgendwie akzeptiert und sagt, okay alles klar passt ist jetzt da mache ich mit nehme ich mit Ich weiß aus dem Training dass es dadurch nicht schlimmer wird.

01:06:42: Okay Dann ist es so wenn ich hingehe und sage oh nein und so richtig schon verkrampfe in den Gedanken Und mir überlege oh god oh god geht auf gar keinen fall ja dann wird sich das nicht lösen.

01:06:55: Die die die die vermeintliche krampfhaltung und so weiter und jeder krampf der kommt er wird auch umso schlimmer ausfallen wahrscheinlich

01:07:02: Man kann es ja am Ende eh nicht ändern.

01:07:04: Also man kann weder das Rennen verschieben noch die Periode, zumindest nicht auf natürliche Weise und... Das

01:07:10: geht schon!

01:07:10: Habe ich schon ein paar mal gemacht.

01:07:12: also wie meine Ahnung kann ich bei meiner eigenen aber Ich habe das tatsächlich schon ein zwei drei Mal gehabt hat aber natürlich gewisse Voraussetzungen.

01:07:21: also klappt zum Beispiel ich persönlich anders.

01:07:27: Es ist immer die Frage der Verhütung als Beispiel.

01:07:29: Also eine hormonelle Verhütung, die kannst du natürlich auch so beeinflussen dass du sagst okay jetzt möchte ich auch keine Abbruchblutung haben sondern... Ich nehme die Pille durch fertig und

01:07:37: verzichte auf meine Glutung.

01:07:38: Ja ja das ist gleich meinte jetzt ohne Hormone.

01:07:40: Das geht relativ einfach.

01:07:41: genau wenn ich jetzt nicht hormonell verhüte dann also man kann es zumindest probieren gibt's da gewisse pflanzliche Möglichkeiten.

01:07:49: also ich kann es nur erzählen weil ich es wirklich mal zweimal gehabt habe mit einer Athletin und das hat erstaunlich gut funktioniert.

01:07:57: Also mit sehr weiter Vorausschau quasi.

01:08:00: Da war ein halbes Jahr vorher klar, auf Basis dessen das die Athletin einen sehr gesunden und regelmäßigen Zyklus hatte, dass man voraussehen konnte beim Iron Man auf Hawaii besteht die Möglichkeit, dass das genau in die kritische Phase fällt.

01:08:16: So ist es gewesen.

01:08:17: Und dann haben wir ein halbes Jahr vorher überlegt was könnte man jetzt tun?

01:08:22: Auf eine ganz vernünftige pflanzliche natürliche Art und Weise um in irgendeiner Form leicht auf den Zyklus einzuwirken, also mit T und dies und das und jenes.

01:08:33: Und das ist dann ja am Ende eine Verschiebung.

01:08:34: wenn du das halt um kleines bisschen schon halbes Jahr vorher verschiebst... ...dann wird es ja mit jedem Zyklus und mit jedem zyklis kommt du ja weiter davon weg von dem Problem.

01:08:46: Das klar wie ich sagen will ne?

01:08:47: Also da sind sie ja meistens sehr kleine Verschiebenen und das akkumuliert sich über die Zeit.

01:08:52: bis dahin ist zumindest ein Versuch wert, finde ich.

01:08:57: Das könnte man überlegen.

01:08:58: aber klar die Grundvoraussetzung ist erstmal natürlicher Zyklus, einen gesunder Zykluß und regelmäßiger Zyklus bei dem ich mich tageweise darauf verlassen kann also dass der zumindest irgendwie in einem Zeitfenster von ein bis zwei Tagen plus minus stattfindet.

01:09:12: dann kann ich das probieren.

01:09:16: Nehmen wir noch mal eine separate Folge auf, finde

01:09:21: Total, das ist auf jeden Fall spannend.

01:09:23: Das ist ja eine absolute Verpflichtung und Selbstverständlichkeit, dass zumindest irgendwie mit einem Schirm zu haben.

01:09:32: Also wie du es ja im Trainingsalltag auch in irgendeiner Form auf dem Schirm hast, willst du ja nicht hingehen.

01:09:38: Und je nachdem auch, wie sich der Zyklus für dich auswirkt also wenn du einem schweren prämenstualen syndrome unterliegst dann ist das irgendwas da braucht keiner von außen kommen und dir sagen denkt einmal dran dass das kommen könnte sondern denkst so eine woche lang jeden monat dran und zwar echt nicht auf ne schöne art und Weise und von daher Ist das ja irgendwas, was schon sehr präsent ist und dann sollte das genauso in so einer Entvorbereitung auch irgendwie eine trifftige Rolle spielen?

01:10:03: Und man muss sich dann überlegen wie kann ich dem her werden quasi.

01:10:09: Wie kann ich das mitnehmen?

01:10:11: So muss man es eigentlich sagen.

01:10:12: Also nicht dagegen ankämpfen sondern uns mitnehmen und überlegen, wie ich damit am besten umgehe.

01:10:19: Ich habe mitgenommen dass wir uns von Perfektion verabschieden können und sollten was ich persönlich ganz beruhigend finde.

01:10:28: eigentlich, weil also ich finde so die letzten Wochen vor einem großen Rennen auf das man sich Monate vorbereitet hat und so.

01:10:36: Das kann einem auf jeden Fall Angst machen und kann das Gefühl auslösen oder dass muss jetzt aber laufen?

01:10:43: Nee!

01:10:44: Also ihr habt bis jetzt gut trainiert und ihr werdet die nächsten Wochen auch gut über die Bühne bringen und vielleicht ist auch mal eine schlechte Einheit dabei, aber das große ganze Imblick behalten.

01:10:55: Ich suche gerade noch nach meinem anderen Liebings-Zitat zum Thema, aber ich finde es grade nicht.

01:11:02: Aber zum Thema Perfektionismus.

01:11:07: und das geht so ein bisschen in die Richtung dass wir vorschieben perfektionistisch zu sein weil wir die Scham davor haben auszuführen also im Sinne von Schieben das unterbewusst vor, dass wir alles perfekt machen müssen.

01:11:23: Weil wir uns aber eigentlich nur dafür schämen, dass wenn wir es dann machen und es nicht perfekt ist... ...dass wir uns da für schäme müssen weil's nicht gut ist.

01:11:31: Das wäre eine sehr geile Herangehensweise.

01:11:36: Gerade dieses Perfektionismus-Ding ist ein absoluter Trugschluss.

01:11:39: Man denkt immer, das wär irgendwie ne tolle Eigenschaft oder sowas.

01:11:42: Perfekcionistisch zu sein und das absolute Gegenteil ist der Fall.

01:11:46: Also es sind keine...

01:11:47: Ja man ist ja nie zu reden

01:11:48: einfach!

01:11:49: Es ist in keiner Lebenssituation jemals hilfreich.

01:11:51: Deswegen auch unbedingt davon verabschieden und auch unbedingt schon im Worthing davon verabschieden, finde ich!

01:11:57: Also gar nicht erst sagen, ich will das perfekt machen.

01:12:00: Ne?

01:12:00: Ich würde es so gut wie möglich machen.

01:12:02: Das ok.

01:12:02: Damit kann ich arbeiten aber nicht perfekt machen, kann nicht klappen.

01:12:05: Ist zum Scheitern verurteilt bevor's losgegangen ist.

01:12:08: Genau Schönes

01:12:09: Schlusswort.

01:12:10: Wir machen das so gut wie möglich, das Rennen und auch die nächsten Wochen.

01:12:14: bis dahin viel Erfolg euch dabei viel Spaß.

01:12:17: vor allem also dass dafür nicht zu kurz kommen würde ich sagen Auch wenn es anstrengend wird.

01:12:22: Und danke Björn für deine Zeit.

01:12:24: Vielen Dank Tschüss.

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